Warum der Wald und die Natur so wichtig für mich sind:

Isolde steht im Wald und schaut hinunter in ein wunderschönes Bachtal

Da Woid – Mein Zufluchtsort seit Kindertagen

In meinem Lied „Woid“ singe ich über die Schönheit und Kraft der Natur, die Eiche und die Freiheit der Vögel. Für viele mag das nach einer schönen Naturidylle klingen, aber für mich steckt viel mehr dahinter. Es ist die Geschichte meines Lebens.

Ich bin jetzt 63 Jahre alt und schaue auf ein bewegtes Leben zurück. Vielleicht habt ihr mich schon auf meiner „Wer bin ich“– und auf meiner Startseite-Seite ein wenig kennengelernt. Wenn ich heute im Wald stehe, dann ist das für mich nicht nur ein Spaziergang – es ist immer wieder ein Heimkommen. Schon als Kind war die Natur mein wichtigster Anker.

Isolde steht im Wald und betrachtet die Knospen eines Baumes

Wo die Stille sicher war

Zuhause war es oft schwer auszuhalten. Meine Mutter war chronisch schizophren, mein Vater durch den Zweiten Weltkrieg schwer traumatisiert und zu 100 % kriegsbeschädigt. Zwischen meinen Eltern gab es Gewalt, die Atmosphäre war voller Spannungen. Wenn es im Haus zu eng und die Angst zu groß wurde, bin ich geflüchtet.

Hinaus, in den Wald.

Dort, zwischen den Bäumen, gab es keinen Streit, keine Beschimpfungen, nur die Stille des Waldes, den Klang der Natur. Die Eiche hat einfach nur dagestanden – mächtig, stark und unverrückbar. Das Moos war weich, der Duft des Harzes hat mich beruhigt. Im Wald habe ich mich geborgen und sicher gefühlt. Die Natur war die Familie, die mir in diesen Momenten den Halt gab, den ich zu Hause nie gehabt habe.

Eine große, frisch austreibende Eiche steht am Waldrand, es schließt sich eine saftig grüne Wiese an, im Hintergrund ist ebenfalls Wald zu sehen.

Kraft aus der Erde

In der Bridge meines Liedes heißt es: „Der Himmel gibt mir die Kraft, die Erde gibt mir die Kraft.“ Das ist für mich keine spirituelle Floskel, sondern gelebte Realität. Die Natur hat mir geholfen, all das Erlebte zu überstehen und nicht daran zu zerbrechen.
Ich bin ein offener, humorvoller und kommunikativer Mensch geblieben.
Wenn ich heute über den Löwenzahn singe, dessen Samen in die Welt fliegen, dann ist das auch ein Symbol für meine eigene Lebensreise:

  • Die Verwurzelung in der Erde, die mich trägt.
  • Die Freiheit, die Schwere der Vergangenheit loszulassen, und weit zu fliegen, das Leben zu genießen so wie es ist.
Isolde geht auf einem von der Sonne erleuchtetem Waldweg

Warum ich dieses Lied mit euch teile

Mit „Wald“ möchte ich euch zeigen, wo meine Musik ihre Wurzeln hat. Ich möchte Menschen Mut machen, die vielleicht gerade selbst eine schwere Zeit durchmachen oder ihre eigene Last tragen.
Sucht euch euren eigenen „Wald“ – einen Ort, der euch Kraft gibt und an dem ihr einfach nur ihr selbst sein dürft.
„Den Song ‚Woid‘ singe ich in meinem bayerischen Dialekt. Das ist meine Sprache – direkt aus dem Herzen, ehrlich und unverbogen.“

Ich lade euch ein, reinzuhören und vielleicht beim nächsten Waldspaziergang kurz innezuhalten.
Spürt das Moos, hört dem Specht zu und nehmt ein Stück von dieser Ruhe mit in euren Alltag.

Alles Liebe,
Eure Isolde

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Wald (Text auf Hochdeutsch)

Ich sehe die Eiche vor mir stehen,
So mächtig und stark und wunderschön
Ich möchte so gerne wie die Eiche sein,
So mächtig und stark und doch so rein, ja so rein

Ich höre die Meise wie sie singt
So fröhlich und frei im sanften Wind
Ich möchte so gern wie die Blaumeise sein
So fröhlich und frei und auch so rein, auch so rein

Chorus 2x
Ich möchte nur hinaus, hinaus in den Wald
Geht mit mir hinaus, hinaus in den Wald, uuuhh

Ich lege meine Hand ins weiche Moos
Der Duft vom Harz lässt mich nicht los
Ich möchte gerne sein wie das Moos und das Holz  
So erdig und warm und auch so stolz, ja so stolz

Bridge
Da Himmel gibt mir die Kraft, mmmhh
Die Erde gibt mir die Kraft, mmmhh
Mmmhh, mmmhh

Ich schaue in die Äste vom Eichenbaum
Es hämmert der Specht, ein herrlicher Klang
Wie der Buntspecht, so möchte ich sein 
Er baut sich sein Nest in die Eiche hinein, in die Eiche hinein

Chorus 2x

So wie der Löwenzahn möchte ich sein
Er steht auf der Wiese so strahlend gelb
Ich möchte so gern wie der Löwenzahn sein 
Die Samen fliegen hinaus in die Welt, hinaus in die Welt
Ich möchte so gern wie der Löwenzahn sein 
Die Samen fliegen hinaus in die Welt,
Weit, weit, so weit, weit, weit, so weit         

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