Wer bin ich

ISOLDE  – Authentisches Singer-Songwriting auf Bayerisch und Hochdeutsch

„Warum ich mit 63 erst richtig anfange“

Manchmal braucht es fast ein ganzes Leben, um sich selbst zu finden.

Fünfundzwanzig Jahre lang stand ich auf den Bühnen in und um Regensburg Ich habe Rock, Funk und Soul gesungen, habe die Klassiker von AC/DC oder Deep Purple geschmettert. Ich war die Frontfrau, die Entertainerin – nach außen hin immer laut, lebensfroh und voller Energie. Doch tief in mir gab es eine Geschichte, die ich lange nicht erzählen konnte. Heute, mit 63 Jahren, bin ich endlich angekommen.

Isolde, der kleine Sonnenschein 

Meine Liebe zur Musik begann früh, aber unter schwierigen Vorzeichen. Schon als kleines Kind gab es für mich nur eines: Ich wollte Sängerin und Balletttänzerin werden. Doch mein Weg begann mit einer harten Prüfung. Mit drei Jahren überlebte ich einen lebensbedrohlichen Blinddarmdurchbruch. Sieben Wochen verbrachte ich im Krankenhaus. Danach fuhr mich mein Vater mehrmals pro Woche auf dem Moped zum Hausarzt zum Verbände wechseln.
„Da kommt ja unsere Isolde, unser kleiner Sonnenschein!“, rief die Sprechstundenhilfe Fräulein Eva jedes Mal. Und wenn mich der Doktor auf die große schwarze Liege hob, fragte er: „Isolde, magst du uns dein Lieblingslied singen?“ Und ob ich wollte! Mit ganzer Inbrunst schmetterte ich los:
„Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann In unserm Haus herum, fidebum…“.

Wie alles begann

Ein Traum, der warten musste und die „Drud“

Doch die Leichtigkeit meiner Kindheit im Bayerischen Wald endete, als ich noch im Vorschulalter war. Meine Mutter erkrankte an Schizophrenie, mein Vater starb an Krebs, als ich kaum 15 Jahre alt war. In dieser Zeit lernte ich früh, mich alleine durchzukämpfen. 
Wenn es zu Hause nicht mehr auszuhalten war, war die Natur mein verlässlicher Zufluchtsort.

Über die schwere psychische Erkrankung meiner Mutter und die Zustände in meiner Familie konnte ich viele Jahre nicht sprechen. Die „Drud“ – dieses beklemmende Gefühl von Angst und Druck in der Brust – wurde mein ständiger Begleiter.
Für eine musikalische Förderung war in dieser Welt kein Raum. Es ging ums Überleben.
Erst meinem Mann konnte ich mich anvertrauen.
Heute gehe ich offen mit meiner Familiengeschichte um und halte sogar Vorträge zu diesem Thema.

Musik als Seelentrost und „besser spät als nie“

Trotz allem verlor ich nie die Zuversicht. Die Musik war mein Anker, auch wenn ich jahrelang nur Zuhörerin war. Songs wie „Spread your wings“ von meiner Lieblingsband  Queen gaben mir die Kraft, durchzuhalten.

Erst mit Ende dreißig wagte ich den entscheidenden Schritt: Ich lernte Gitarre. Mein damaliger Lehrer Gunnar Seitz gab mir den nötigen Anstoß: „Bewirb dich als Sängerin bei einer Band. Die nehmen dich alle!“ Er behielt Recht. Über zwei Jahrzehnte lang prägten Formationen wie evenmore & The Wicked ChiXX und später das Akustikduo ProMrs (zusammen mit Andrea Sailer) mein musikalisches Leben. Von verrauchten Kneipen bis zu den großen Stadtfest-Bühnen – hier lernte ich mein Handwerk und fand auf der Bühne ein Gefühl von „zu Hause“.

Mein musikalischer Weg >>>

petra mühlbauer isolde - weg zur musik

Heute: Newcomerin mit 63 – „Auch ein alter Baum kann neue Blüten treiben.“

Dieses Motto begleitet mich heute mehr denn je. Nach 25 Jahren als Sängerin auf den verschiedensten Bühnen wage ich mit 63 Jahren den mutigsten Schritt meiner Karriere: Weg von den Coversongs anderer, hin zu meinen eigenen Wurzeln.

Die Chronik meines Lebens in Liedern

Meine Musik ist heute mein Tagebuch. Ich schreibe über das, was mich geformt hat, was ich um mich herum beobachte – ungeschminkt und ehrlich. In meinem Repertoire finden sich Lieder, die ich früher nie zu singen gewagt hätte:

  • Der „Traumasong“ & der „Burnout-Song“: Eine musikalische Auseinandersetzung mit den Schatten der Vergangenheit.
  • „Muster“: Ein Song über Prägungen, die wir alle in uns tragen.
  • Resilienz & Zuversicht: Lieder, die feiern, dass ich nie aufgegeben habe.
  • Ein Liebeslied an Andi: Ein Dankeschön an meinen Mann, der seit fast 40 Jahren mein Fels ist.
petra mühlbauer songwriting

Der Funke aus Freyung

Den entscheidenden Anstoß gab das Bavarian Bandcamp 2025 in der Volksmusikakademie Freyung. Inmitten meiner Heimat, dem Bayerischen Wald, bekam ich von renommierten Coaches wie Flo Dauner und Ottilie Niebauer ein Feedback, das alles veränderte. 

Besonders Ottilie bestärkte mich darin, dass meine authentische Art und meine bayerischen Texte genau das sind, was die Welt jetzt braucht. Dieser Zuspruch war der Anstoß, den ich brauchte, um mich endgültig als Singer-Songwriterin zu etablieren.

Singer Songwriterin Isolde sitzt mit schwarzer Akustikgitarre vor einem grauen Holzhaus auf einer Holztreppe

Mehr als nur Musik: Eine Botschaft der Hoffnung

Heute weiß ich: Mein Alter ist kein Hindernis, sondern mein Alleinstellungsmerkmal. Meine Lieder sind eine Einladung, an euch selbst zu glauben. Wenn meine Geschichten euch inspirieren, nach schweren Schlägen wieder die Flügel auszubreiten, dann hat jedes Wort seinen Sinn gefunden.

Authentisch. Persönlich. Lebensfroh. Ich bin bereit für diese neue Reise – mit meiner Gitarre, die mich dabei begleitet.

Es wird echt, es wird bayerisch und es kommt direkt von Herzen.

Habt Mut und kommt mit!

Singer Songwriterin Isolde liegt auf dem Rücken, die Arme und Beine von sich gestreckt, auf einem schmalen Gartenweg, rechts und links grüne Wiese, die Akustikgitarre liegt neben ihr im Gras und sie sieht in den Himmel

Meine erste Single:  „Liacht in da Finsternis“ 

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